Samstag, 30. April 2011

Ausflug nach Waidhofen/Ybbs

Da unser Töchterl Marion in Waidhofen auf Kur ist, haben wir sie besucht.Waidhofen wird zu Recht die Stadt der 1000 Türme genannt,wir habe mit der Kamera einen kleinen Streifzug gemacht und würden euch gern daran teilhaben lassen. Das Wetter hat auch gepaßt somit wurde es ein sehr schöner Tag für uns alle.

Stadtturm
Seit vielen Jahrhunderten war der Stadtturm der Wachturm für die Sicherheit der Stadt und auch der Wohnsitz des Turmwächters.
Als Feuerwächter hatte dieser zwar eine wichtige Funktion im Gemeinwesen, aber die beengten Wohnverhältnisse im Türmerstübchen lassen in ihrer Spärlichkeit nur wenig davon erahnen. Deshalb ist der Stadtturm wohl besonders geeignet die Lebenswelt der Unterschichten der Gesellschaften aufzuzeigen.
 Stadtturm Waidhofen/Ybbs    Stadtturm Waidhofen/Ybbs

Baugeschichte
Der Stadtturm, der heute in der Mitte des Oberen Stadtplatzes steht, war ursprünglich ein Eckturm der Stadtbefestigung aus der ersten Besiedlungsphase Waidhofens, die vom Schloss bis zum Freisinger Berg reichte.
Der Ausbau zu einem hohen repräsentativen Turm mit Uhrwerk erfolgte nach dem Jahr 1532, aus dem Erlös des Türkenschatzes, den die Waidhofner Bürger den vor der Stadt lagernden osmanischen Reitertruppen abgejagt hatten.
Die Burgbannzeichnung von Lorenz Thurmann aus dem Museum zeigt den Stadtturm noch mit gotischem Spitzdach, während der Merian - Stich von 1649 den Turm bereits um einige Meter höher und mit einem zwiebelförmigen Dach und vier Ecktürmchen versehen zeigt.
Bis in die Zwischenkriegszeit war er Arbeitsplatz und Wohnstätte des Turmwächters, dessen Aufgabe vor allem die Feuerwache war.

Klosterkirche Klosterkirche (hl. Franz von Assisi)
Die ehemalige Kapuzinerkirche am Graben, heute meist als Klosterkirche bezeichnet, ist als dritte Kirche im Bereich der Altstadt von besonderem Interesse. Nach den harten protestantischen Auseinandersetzungen war um 1640 die Teilnahme der Bevölkerung am katholischen Gottesdienst und an den Sakramenten derart gewachsen, dass die Seelsorgsarbeit für die, in der Pfarre angestellten, Priester kaum noch zu bewältigen war.
Der damalige Stadtpfarrer hatte sich an den Konvent der Kapuziner in Steyr gewandt mit der Bitte um Aushilfe. Bald war der Plan gefasst, sich um eine eigene Niederlassung der Kapuziner in Waidhofen zu bemühen. In einer ersten Probephase wohnten die Kapuziner ab 1643 am Hohen Markt, als Kirche wurde ihnen zunächst die Bürgerspitalkirche zugewiesen. Das Wirken der Kapuziner in Waidhofen zeigte in den folgenden Jahrzehnten einen enormen Erfolg.
In der Epoche der Klosteraufhebungen wurde das Kapuzinerkloster bereits 1783 im Aufhebungsdekret genannt. Am 11. Jänner 1788 hatte Stadtpfarrer die Entweihung der Kirche vorzunehmen. Im Juli 1833 wurde die ehemalige Kirche wieder feierlich geweiht. 
Es gibt insgesamt 7 Kirchen lauter herrliche Sakralbauten.

Rothschildschloss
Rothschildschloss

Geschichte

Vor einigen Jahren erwarb die Stad Waidhofen von den Bundesforsten das Waidhofner Schloss, in dem bis dahin die Forstfachschule untergebracht war.
Damit stellte sich auch die Frage, welchem Zweck das so genannte Rothschild - Schloss zugeführt werden sollte.
Für mehr als 100 Jahre war die alte Burg- und Schlossanlage, die Jahrhunderte lang die Geschiche der Stadt mit prägte, als abgeschlossenes Areal dem Bewusstsein der Waidhofner Bevölkerung nahezu entglitten.

Die Initialzündung für eine neue und intensive Beschäftigung mit dem Bauwerk und seiner Geschichte war der Zuschlag für die Landesaustellung 2007.
Der dafür notwendige Umbau des Schlosses, durch Architekt Prof. Dr. Hans Hollein, führte auch dazu, sich mit der Geschichte des Hauses und seiner Bewohner auseinanderzusetzen.


Das Schloss hatte im Lauf seiner Geschichte schon viele Veränderungen, Zubauten und Neuerungen erlebt. Die ältesten Bauteile befinden sich dabei an der Ostfassade
und schließen auch den kleinen Turm ein, der heute durch sein pyramidenförmiges Glasdach hervorsticht.Was mir besonders gefällt ist die Tatsache dass oben im Glasturm geheiratet werden kann,was sehr viele Brautpaare auch nützen.  Zum Zeichen ihrer Eheschließung kann danach ein Vorhängeschloß am Geländer der neuen Fußgänger- Brücke angebracht  
werden. Darin eingraviert Name und Datum der Eheschließung.













Liebe Grüße  an meine lieben LeserInnen von eurer susibella.

2 Kommentare:

  1. Liebe Susibella,
    das war sicher ein wunderschöner Ausflug für Euch und eine Freude für die Tochter.
    Die Idee mit den Schlössern ist sehr lieb, man darf nur hoffen, daß der Sinn dahinter wirklich hält.
    Die Stadt ist sehr schön, wir kennen sie auch.
    Zudem führt einer unserer möglichen "Abschneider" am Weg auf´s Land über das Ybbstal.
    Schönes Wetter hattet Ihr auch - Herz, was willst du mehr!
    Liebe Grüße
    Sigi

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  2. Hallo Susibella!

    Der Reisebericht ist wunderschön und die Fotos machen richtig Lust darauf, dort einmal hinzugehen!

    Schöne Grüße
    Christina

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