Donnerstag, 17. März 2011

Mein bester Feind

Mein Schatz und ich waren gestern im Kino .Der Film hat uns sehr gut gefallen,es waren hervorragende Schauspieler am Werk,mit einem Wort EMPFEHLENSWERT:

„Mein bester Feind“ erzählt die Geschichte des jüdischen Galeristen-Sohnes Victor Kaufmann (Moritz Bleibtreu), der im Wien des aufkeimenden Nationalsozialismus Widerstände zu spüren beginnt. Rudi Smekal (Georg Friedrich), sein Freund aus Kindheitstagen, taucht plötzlich in einer SS-Uniform auf, das Klima für Juden wird rauer. Die Nazis sind hinter einer Michelangelo-Zeichnung her, die sich im Besitz von Victors Familie befindet. Victor händigt den NS-Schergen allerdings nur eine Kopie des Werks aus, und will mit seiner Familie ausreisen. Stattdessen werden die Kaufmanns aber ins KZ deportiert.

Jahre später, als der Schwindel um die gefälschte Zeichnung auffliegt, soll Victor aus dem KZ geholt werden und die echte Zeichnung herausgeben. Rudi soll ihn dazu bringen, doch es kommt anders: Nach einem Flugzeugabsturz, den beide überleben, tauscht Victor kurzerhand die KZ-Kluft mit der SS-Uniform und behauptet, Rudi sei in Wahrheit der Jude. Ein Rollentausch, der aber letztlich nicht gut gehen kann.

„Mein bester Feind“, inszeniert von Wolfgang Murnberger („Der Knochenmann“) ist eine von Komik durchzogene, schwankhaft erzählte Geschichte über Freundschaft und Verrat, und geht mit dem ernsten Thema Holocaust allzu salopp um: Über den Holocaust zu lachen, das fällt immer noch schwer.

   

1 Kommentar:

  1. Es wird halbwegs normaldenkenden Leuten sehr schwerfallen, zu verstehen, wie damals Nachbarn und Freunde zu Feinden wurden. Kein anderes Lebewesen ist dazu fähig.
    Schöne Grüße aus Hütteldorf
    Sigi

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